DIE IDEE
Es begann damit, dass einige Bernerinnen und Berner zufällig zusammensassen und über die Stadt diskutierten und was „z’Bärn öppe so los isch oder äbe o nit“. Sie kamen zum Schluss, dass einige neue originelle und vor allem fröhliche Aktivitäten, die über die Stadt hinausstrahlen, Bern gut täten. Das war 1985. Die Grundidee hat sich bewährt, amüsante und vor allem einfallsreiche Ideen hervorgerufen.

Einmal im Jahr, am Zibelemärit, erhält jeweils eine originelle Persönlichkeit – in gelegentlichen Fällen auch eine Gruppierung - mit aussergewöhnlichen Leistungen aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt Bern, den „Bäredräck-Preis“.

DER PREIS
​Seit bald 30 Jahren vergibt der Bärentrust – eine kleine Gruppe von Anhängern des Berner Wappentiers – die Auszeichnung "Bäredräck". Die essentielle Vorgabe des Bärentrusts für die Wahl der Geehrten bzw. der Preisträger kann auf eine Kurzformel gebracht werden: Der Stadt Bern mit ihrem Engagement das Gefühl von Lebendigkeit, Farbe und Humor vermitteln.

Üblicherweise wird der oder dem Preisträger zusammen mit ihrer Urkunde eine Nachbildung eines originalen Bärendrecks übergeben. Solche für Bernerinnen und Berner durchaus nachvollziehbare Verbundenheit mit den Bewohnerinnen und Bewohner des Bärenparks ist indes in den letzten Jahren bei auswärtigen Gästen mit Verwunderung, wenn nicht sogar Befremden aufgenommen worden. So hat sich der Bärentrust contre coeur dazu entschlossen, den Preis künftig in einer anderen Form bzw. einem anderen Material zu erstellen. 

DIE KRITERIEN
Die Wahl der Geehrten wird auf der Basis eines demokratischen Ausscheidungsverfahrens, das einer Bundesratswahl nur um Weniges zurücksteht, vorgenommen. Lobbyisten sämtlicher Couleurs werben mit blumigen Worten um ihre Favoriten. Grundsätzlich werden Personen ins Auge gefasst, deren Leistungen einer breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt sind. Die Liste der bislang ausgezeichneten Personen legt Zeugnis ab über diesbezügliche Hintergründe: Über jene Frau, die die Laubengänge der unteren Altstadt mit Blumen verschönerte, über den Glockenrichter, der seit vielen Jahren die Zytgloggeuhr betreut oder über die Damen, die im Winterhalbjahr unentgeltlich in der Speiseanstalt der unteren Stadt servieren. Eben gemäss der Vorgabe Lebendigkeit, Farbe und Humor.